Thunderstar 1200 TDI

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Star Twin

Thunderstar 1200 TDI

1200 TDI
Hersteller: Star Twin
Produktionszeitraum: 2004–
Klasse: Sportler
Motor: wassergekühlter Dreizylinder Viertakt-Dieselmotor mit Turbolader
Bohrung (mm): 76,3 mm
Hub (mm): 87 mm
Verdichtung: 16 : 1
Hubraum (cm³): 1200 cm³
Leistung (kW/PS): 51 kW (69 PS)
Drehmoment (Nm): 160 Nm
Kraftstoff: Diesel
Kraftstoffverbrauch: 2,5l / 100km
Getriebe: Schaltgetriebe 5-Gang, Fußschaltung rechts
Antrieb: Sekundärantieb über Kette
Fahrwerk/Rahmen: Eigenbau Startwin
Bremsen: Scheibenbremse hinten und vorne
Bereifung vorne: 120/65 R 17
Bereifung hinten: 190/50 R 17
Gewicht fahrbereit (kg): 205 kg


Sportdiesel geht auch, wenn man will. Im Jahre 2004 wurde die im niederlänischen Loenen von der Firma Star Twin erdachte und gebaute Thunderstar 1200 TDI vorgestellt. Und zwar auf der MotorRAI am Stand des Magazins KicXstart. Und was da gezeigt wurde war anders als alles andere was man bislang gesehen hat.

Die Thunderstar wurde nicht aus dem gebaut was da war, sondern Sie wurde geplant. Sie wurde vor dem Bau tatsächlich am PC als CAD Modell entworfen. Als Basis dient ein Gitterrohrramen an den einige im Sportbereich übliche bis noble Komponenten geschraubt wurden. Da wäre eine Gabel von WP, Carbonfelgen von BST, Bremsen von PFM und die Verkleidung ist auch wieder Leichtbau aus Carbon. Aber das ist es natürlich nicht, weswegen die Thunderstar in gerade diesem Wiki auftaucht. Das liegt natürlich im Antriebskonzept begründet.

Die Thunderstar verwendet keinen italienischen V2 und keinen japanischen Reihenmotor. Verwendet wird ein Dreizylinder aus dem Regal von VW. Eigentlich sitzt der Selbstzünder unter der Motorhaube eines Lupos. Für die Verwendung im Motorrad wurde dessen Gehäuse stark modifiziert. Für die Kraftübertragung zum Hinterrad wurde ein Getriebe aus dem Hause Yamaha zwischengeschaltet. Die Motorleistung ist innerhalb gewisser Grenzen dank de aus dem PKW Sektor bekannten Chiptunings als variabel anzusehen. Die angegebenen 69 PS liegen zwar über der Serienleistung des Motors, sind aber trotzdem eher als moderat anzusehen. Da ginge zur Not noch mehr.

Die Thunderstar hat im Jahr 2005 auch das Dieseltreffen im Hamm besucht. Aufgrund terminlicher Doppelbelegung leider nur am Sonntagmorgen. So konnten leider nur noch wenige Besucher die Thunderstar persönlich in Augenschein nehmen. Weil die Maschine seitdem nicht mehr in der Öffentlichlichkeit aufgetaucht ist war und ist Sie für viele weiterhin ein Mysterium.

Ich darf euch versichern, das ich Sie selber fahrend gesehen habe. Und ich kann mich noch recht gut an die Reaktionen der Umstehenden erinnern. Die Thunderstar hat mehr als die fünfache Leistung, verglichen mit dem größten Teil der existierenden Dieselmotorräder. Das verschafft ihr ein derart anderes fahrdynamisches Auftreten, das reihenweise Münder offen stehen bleiben.

Das bis heute kein weiteres vergleichbares Motorrad entstanden ist liegt mit Sicherheit daran, das der Kosten- und Fertigungsaufwand im Vergleich zum Indistriediesel im indischen Rahmen selbstredend deutlich höher ist. Aber auch wenn ein Sportmotorrad eigentlich nicht vernünftig ist, und auch der Idee des einspurigen Nutzfahrzeugs nicht unbedingt folgt. So war und ist das Konzept der Thunderstar aus der weltverbesserischen Sicht des ambitionierten Dieselmotorradfreaks der richtige Ansatz. Sie demonstriert, das man aus technischer Sicht problemlos ein wirklich modernes Dieselmotorrad bauen könnte.

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